Sonntag, 18. Oktober 2015

An grauen Tagen kehrt die Gemütlichkeit zurück






Eine Reise durch die Heimat,
an einem grauen Tag,
auf einem bunten Cruiser,
mit der linken Hand in der Tasche,
die Gedanken ordnen,
während die Blicke durch die Heimat schweifen,
 zwischendurch bei ruhiger Musik,
einen Kaffee bei Freunden trinken,

... was kann es schöneres geben?

Euch eine schöne Woche!
Euer Alf






Sonntag, 20. September 2015

SIS 2015 – was hast Du in der Nacht von Donnerstag auf Sonntag gemacht


Selbst Wochen nach dem Wiedersehen alter Freunde, mit denen man sonst nur in der  virtuellen Welt kommuniziert, mit denen man lediglich drei Tage im ganzen Jahr verbringen darf, fällt es mir schwer dieses Wochenende in Worte zu fassen!
Weidenthal ist wie nach hause kommen, es ist eine Welt in der an drei Tagen im Jahr, mehr Liebe und Geborgenheit existiert, als in einem Heinz Ehrhardt Film in Endlosschleife!
Die Uhr bleibt tatsächlich 3 Tage lang stehen, so lange bis man wieder einmal wehmütig Abschied nehmen muss, aber nur weil man weiss, dass sich keine zwei Tage später das Hamsterrad schneller drehen wird als je zuvor!
Und trotzdem gibt  uns SIS die Energie für all den Scheiß der danach kommt!


SIS 2015 war anders, ja das stimmt, aber nur weil mittlerweile ALLE wissen, wie man sich im Erdbeertal benehmen muss und selbst die Neuen dankbar dafür sind, ein Teil des Ganzen zu sein.


Wir Auebiker, beheimatet in der Südkurve des Grauens, am Ortseingang des Ortsschildes ,,Windehausen“, direkt an der Abfahrt ,,Weidenthaler Waldsportplatz“ - waren relaxt wie nie zuvor! Mit den Radkurieren nebenan, haben wir stündlich Sachen getauscht, die entweder wir oder die Jungs des Kurierforums vergessen hatten. Man hatte zwar die Rolle zum Warmfahren mit, jedoch waren Nahrungsmittel und das Kochgeschirr Fehlanzeige. Aber das ist völlig normal, wenn man zum kultigsten Treffen der deutschen Bikeszene aufbricht!


Es wurde gepimmt, gebastelt, geschraubt, Rad gefahren, Freundschaften gepflegt und man hat sich respektiert!
Wir haben unterm Pavillon das Treiben auf der Aschebahn verfolgt, ohne dabei nur einmal in Panik zu geraten!
Selbst die Eisbombe beim Kommando Pfifferling hat von selbst Feuer gefangen, als wüsste sie was ihr bevorsteht!


Ich höre uns beim Schlammbein Konzert gemeinsam mit Phaty und Verena ,,Bella" gröhlen, während sich die ganze Hütte in den Armen lag und alle mit einem Bier in der Hand die Weidenthaler Wand anhimmelten, als müsste sie noch heute Nacht bezwungen werden!


Es lief alles wie immer, nur sind all die Menschen welche SIS in all den Jahren begleitet haben, eben auch wieder ein Jahr weiter, ein Jahr älter geworden! 
Wir wissen mittlerweile, dass der Faktor Zeit sehr kostbar ist, man während des Rennens lieber Freundschaften pflegen sollte als stundenlang mit Schaum vor dem Mund durch den Pfälzer Wald zu jagen.
Um es mit Phatys Worten zu sagen ,,Niemand hat vor ein Rennen zu fahren“ …


So nimmt uns der Mythos ,,Schlaflos im Sattel“ immer wieder in seinen Bann. 
Die Räder werden ausgestattet als würde die Sonne nie wieder aufgehen! LED Beleuchtung hier, Scheinwerfer da, selbst digitale Leuchtfeuer werden ans Bike gebastelt, als müsste man den Weg zum Mond antreten.


Und dann kommt der Moment des Jahres – Während Hermann die Meute belehrt und sichtlich unruhig wird, weil er in das Projekt Weidenthal so viel Energie gesteckt hat, dass man damit locker ein Kraftwerk hätte betreiben können – steht der große Mann Namens Phaty auf der Brücke zum Schwur!


Dieser Moment ist mit keinem Geld der Welt bezahlbar, die Welt steht plötzlich still, bis uns der Kanonendonner der Weidenthaler Schützengilde auf die Strecke des dunklen Pfälzer Waldes schickt!

Foto MD Grafix
Abschließend sei gesagt, es war unsere langsamste SIS Runde seit 7 Jahren! Aber die Lustigste und die Geilste zugleich, begleitet von den besten Freunden der Welt!